Von einschneidender Bedeutung für das Kind ist die erstmalige Aufnahme in eine Tageseinrichtung. Von der Art und Weise, wie die Eingewöhnungsphase gestaltet wird, hängt ab, wie rasch das Kind sich einlebt und in der Gruppe wohl fühlt.
Das erfordert von der Erzieherin, jedes Kind einfühlsam und in kleinen Schritten an das Neue, bisher Unbekannte heranzuführen und ihm seine neue Umwelt vertraut zu machen. In dieser Zeit ist eine liebevolle, intensive Zuwendung zu den Kindern erforderlich, die ihnen die notwendige Sicherheit gibt, ihr Zutrauen zur Tageseinrichtung bestärkt und ihre Freude am Zusammensein mit anderen Kindern weckt. Die Eltern werden an dieser Stelle ebenfalls beachtet.
Um dem Kind den großen Schritt aus der familiären Geborgenheit von Erziehungspersonen in die Gemeinschaft der Tageseinrichtung zu erleichtern, gestalten wir die Eingewöhnungsphase schrittweise nach dem Berliner Eingewöhnungsmodell.
Zunächst werden die Besonderheiten des Kindes geklärt, wie Allergien, Lebensmittelunverträglichkeiten, Schlafgewohnheiten usw.
Die Eltern bekommen eine Rückmeldung bezüglich des Tagesverlaufes (Wie hat sich das Kind gefühlt? usw.)
Eine stetige verständnisvolle Kommunikation lässt die Eingewöhnung gut gelingen. Wir beginnen die Eingewöhnung mit einer Stunde. Hierbei dient eine Bezugsperson (z.B. Mama, Papa, Oma) solange als sicherer Rückzugsort für das Kind, bis sich die Bezugserzieherin langsam durch Spielangebote an das Kind angenähert hat. Wenn das Vertrauen aufgebaut ist, zieht sich die Bezugsperson langsam zurück und verabschiedet sich dann vom Kind. Das Kind besucht die Tages- einrichtung anfangs zu den Spielzeiten. Hat sich das Kind schon etwas eingewöhnt, wird die Eingewöhnungsphase stundenweise erhöht. Während dieser Zeit versuchen wir immer die gleiche Erzieherin/ Erzieher für das Kind zur Verfügung zu stellen. Nun ist das Kind so weit, dass es die Mahlzeit in der Tageseinrichtung mit einnimmt. Hat das Kind hierbei auch keine Probleme, so kann es mit in der Einrichtung schlafen. Nach unseren Erfahrungen dauert die Eingewöhnungsphase ca. 3-4 Wochen. Im Anschluss dieses Zeitraumes wird den Eltern zusätzlich angeboten, ein Elterngespräch mit den Erzieherinnen über diese Zeit zu führen.
In den ersten Lebensjahren müssen Kinder viele Fähigkeiten entwickeln. Sie lernen zu krabbeln, zu laufen und sich in ihrer Umwelt zurechtzufinden.
Ebenso stellt sie die Sprache vor eine große Herausforderung, die es zu meistern gilt. Manche Kinder brabbeln mit einem Jahr lediglich einige Worte vor sich hin, während andere Kinder in diesem Alter bereits beginnen, ganze Sätze zu formulieren.
Im Kindergarten stehen die Erzieherinnen und Erzieher daher vor der enormen Aufgabe, die individuellen Fähigkeiten der einzelnen Kinder zu begutachten und möglichst gezielt zu fördern. Sie müssen sich daher in sämtlichen Bildungsbereichen sehr gut auskennen, um die Erziehung durch aktive Förderung zu beeinflussen.
Eine ganzheitliche Förderung bezieht sich dabei nicht nur auf die körperliche und kommunikative Ebene, sondern setzt auch auf ein naturwissenschaftliches Verständnis sowie musikalische und künstlerische Aspekte.
Im Kindergarten sollen die Kinder neben klassischen Bildungszielen auch lernen, miteinander zu Recht zu kommen und einander zu respektieren.
Die Bewegung ist etwas Elementares, dass vermehrt thematisiert wird. Kinderärzte und Erzieher beklagen gleichermaßen, dass Kinder nicht nur zu dick sind, sondern auch über mangelnde motorische Fähigkeiten verfügen. Um die Entwicklung hin zu einem aktiven Menschen zu beeinflussen, dient die frühzeitige Einbindung von Bewegungsspielen in den Kindergartenalltag.
Die Bewegung lässt sich mit vielen anderen Bereichen verknüpfen, sodass ein paralleler Lerneffekt in mehreren Bildungsbereichen entsteht.
Gleichermaßen hat die Bewegung einen positiven Effekt auf die Aufnahmefähigkeit, sodass die Konzentration in der übrigen Zeit, in welcher andere Bildungsbereiche im Fokus stehen, deutlich besser ist. Es gelangt mehr Sauerstoff ins Gehirn, sodass Kinder weniger schnell träge werden.
Bewegung ist positiv für
- die Stärkung des eigenen Körpergefühls sowie die Verbesserung der konditionellen Fähigkeiten
- die Entwicklung eines gesunden Selbstwertgefühls, welches durch die Erlangung gewisser Fertigkeiten erreicht wird
- den Aspekt der Zusammenarbeit mit anderen Kindern in einer Gruppe
- die Vermeidung von Unfällen durch eine bessere Geschicklichkeit
- die nonverbale Kommunikationsfähigkeit
Aus diesem Grund legen wir großen Wert auf die gezielte Bewegung der Kinder. Ob dies letztlich durch einzelne Sportstunden oder das Freispiel geschieht ergibt sich bei der Tagesplanung oder der Projektarbeit. So können wir die Gruppe beispielsweise aufteilen, wenn es einigen Kindern an Kondition mangelt und andere Kinder in den Bereichen Balance oder Feinmotorik Nachholbedarf haben.
Körper, Gesundheit und Ernährung. Dieser Bildungsbereich der Kita ist mit dem der Bewegung eng verbunden. Häufig entstehen Schnittpunkte, die sowohl den Bewegungsaspekt beinhalten als auch die Wahrnehmung verbessern. Neben der Nutzung des eigenen Körpers für verschiedene Übungen steht in diesem Bereich jedoch vor allem die Vermittlung von Wissen rund um das Thema Gesundheit und Ernährung auf dem Programm.
Es sollte am besten jeden Tag ein gesundes Frühstück auf dem Tisch stehen. Da dies jedoch faktisch nicht immer möglich ist, werden zumindest einige Tage im Monat gezielt ausgewählt werden, um mit den Kindern ein reichhaltiges, ausgewogenes und zugleich rundum gesundes Frühstück zu zelebrieren.
Als Erzieherinnen erklären wir im Rahmen des Frühstücks, dass Obst und Gemüse täglich auf dem Speiseplan stehen sollten, während Süßigkeiten die Ausnahme bilden.
Im Bereich der Gesundheit sind die Eltern gefragt. Es gilt abzuklären, ob jedes Kind alle wichtigen Untersuchungen erhält und notwendige Impfungen durchgeführt worden sind.
Zusätzlich ist der Besuch der „Zahnfeen“ des Gesundheitsamtes im Kindergarten eine willkommene Abwechslung für die Kleinen. Tägliches, gemeinsames Zähneputzen gehört dazu.
Unter die Thematik gesunde Ernährung fallen vor allem Spiele, bei denen der Geschmacks-, Geruchs- oder Tastsinn gefordert werden.
Neben der körperlichen Ertüchtigung zählt auch die Entspannung zu den wichtigen Bildungsbereichen der Kita, da Körper und Geist eine Einheit bilden. Nur, wer sich ausreichend erholt, ist in der Lage, neue Kraft und Energie zu tanken. Besonders in einer Zeit, in der permanente Reizüberflutung zu Problemen führt, ist dieser Aspekt von elementarer Bedeutung. Je früher Kinder merken, wann sie überfordert sind und wie sie sich selbst wieder mit Energie aufladen können, desto besser.
Die Entwicklung eines gesunden Körperbewusstseins dient den Kindern auch dazu, herauszufinden, wann etwas nicht stimmt und der Weg zum Arzt nötig wird.
Sprache und Kommunikation. Die Sprache bildet die Basis unserer modernen Verständigung untereinander. Nur so ist es möglich, zwischenmenschlich zu kommunizieren. Mit Blicken und Gesten lassen sich vielleicht noch ein paar Kleinigkeiten erklären, komplizierte Sachverhalte hingegen nicht.
Nicht umsonst ist die Unterstützung im Bereich der Sprache in Kindergärten extrem wichtig. Besonders die Kinder, die zu Hause neben Deutsch eine andere Fremdsprache erleben, müssen lernen, mit dieser Mehrsprachigkeit zurechtzukommen. Sobald Kinder merken, dass sie sich durch Sprache selbst ausdrücken können, entwickeln sie sich automatisch weiter und nutzen die Sprache für sich.
Wichtig ist, dass Kinder die Möglichkeit bekommen, ihre erworbenen Sprachfähigkeiten anzuwenden. Dies kann beispielsweise durch einen Gesprächskreis geschehen. Hier hat jedes Kind die Gelegenheit, von dem eigenen Tag zu berichten oder aber Wünsche bezüglich der Tagesgestaltung zu äußern. Das Team stellt daher klare Regeln für die Kommunikation zwischen Kindern und Erzieher sowie zwischen den Kindern untereinander auf.
So ist neben dem Reden auch das Zuhören sehr wichtig, sodass sich dies in den Gesprächsregeln widerspiegeln sollte. Nur Kinder, die anderen Kindern bewusst zuhören, sind in der Lage, sich mit deren Bedürfnissen auseinanderzusetzen. Da Kommunikation ein stetiges Hin und Her bedeutet, spielt an dieser Stelle der Aspekt der gegenseitigen Rücksichtnahme eine bedeutende Rolle.
Soziales Leben und Interkulturelle Bildung. Die Werte Offenheit, Toleranz und Selbstvertrauen sollen jedem Kind von Beginn an vermittelt werden. Besonders in einer pluralistischen Gesellschaft es ist enorm wichtig, das Gemeinschaftsgefühl durch die pädagogische Arbeit zu fördern.
Die Kinder im Kindergarten müssen lernen,
- ihre eigenen Bedürfnisse und Gefühle auszudrücken,
- jedoch gleichzeitig auf die Wünsche anderer Kinder eingehen
- sowie in Konfliktsituationen Lösungen zu suchen und zu finden.
Fremde Kulturen und andere Lebensstile können auf einige Kinder zunächst seltsam und beängstigend wirken, sodass uns als Erzieherinnen die Aufgabe zukommt, Vorurteilen vorzubeugen und fremde Kultur erfahrbar zu machen.
Jedes Kind soll lernen, eigene Werte zu entwickeln, jedoch anderen Werten gegenüber aufgeschlossen zu bleiben, um dadurch Konflikte zu vermeiden.
Besonders zu Festtagen wie Weihnachten können Sie wunderbar verschiedene kulturelle Hintergründe beleuchten und im Rahmen der Adventszeit vorstellen.
Musisch-ästhetische Bildung – Kreativität ist Trumpf! Dieser kreative Bildungsbereich der Kita beinhaltet Kunstprojekte, Singen und Tanzen sowie die Beschäftigung mit Musikinstrumenten. Kombiniert mit dem Punkt der interkulturellen Bildung können wir hier wichtige Kinderlieder der unterschiedlichen Nationen vorstellen und gemeinsam singen.
Malen, Gestalten und Basteln gehören zum festen Bestandteil des Tages. Um unseren Kindern diverse Möglichkeiten zu eröffnen, werden wir nicht nur Buntstifte und Blöcke zur Verfügung stellen, sondern auch mit anderen Materialien arbeiten.
Beispielsweise:
- aus Ton oder Pappmaschee Figuren herstellen
- oder mit Naturprodukten, wie Nadeln, Tannenzapfen oder Kastanien basteln.
Wir bieten unseren Kindern im Bereich der Musik Gelegenheit dazu, einfache Instrumente, wie Rasseln, eine Triangel selbst zu spielen. Livebegleitung mit der Ukulele ist Alltag.
Die Seniorenweihnachtsfeier des Dorfes ist fester Bestandteil unseres Kitajahres. Wir präsentieren ein Programm. Weiterhin bringen wir „Ständchen“ bei Geburtstagen der Dorfbewohnerinnen oder zu vereinbarten Treffen, die wir mit dem Heimatverein des Dorfes ausmachen.
Religion und Ethik. An dieser Stelle eignet sich die Vorstellung verschiedener Feste unterschiedlicher Kulturen, um Kindern die fremde Denk- und Sichtweise näher zu bringen.
Mathematische Bildung – spielerisch mit Zahlen umgehen. Auch wenn Rechnen erst in der Schule erfolgt, so sind Zahlen doch auch schon für Kindergartenkinder von besonderem Interesse. Bei Abzählreimen lernen die Kleinen Zahlen kennen. Jedes Kind mit drei, vier oder fünf Jahren zeigt gerne anhand der Finger, wie alt es ist.
Um Kindern ein grobes Verständnis für Zahlen zu vermitteln, nutzen Sie zu Beginn des Lebens vermehrt Vergleiche. Doch nicht nur Zahlen haben einen direkten Bezug zu Mathematik, sondern auch Größen und Formen. Wir versuchen deshalb, in jeglichen Situationen, die sich bieten, auf Größenverhältnisse oder Zahlenbeispiele Bezug zu nehmen. So entwickeln Kinder deutlich schneller ein Gefühl für kleine und große Zahlen und lernen, mit gewissen Werten etwas anzufangen.
Naturwissenschaftlich-technische Bildung. In diesem Bildungsbereich der Kita spielen Alltagsphänomene eine besondere Rolle. So können wir in bestimmten Projektreihen einem Themenfeld ausgiebig nähern. Beispiel: Waldvormittage im Kindergarten sind pädagogisch wertvoll und liefern eine schöne Abwechslung zum Kitaalltag. Hierbei ist unsere Lage hilfreich, da wir kurze Wege haben.
Der Wald bietet Kindern viele Erfahrungsmöglichkeiten und ist ein Erlebnisraum, der die Kinder prägt. Die Verbindung mit der Natur schafft einen Lernort und gibt die Möglichkeit, sowohl spielerisch zu erkunden als auch konkrete Aufgaben zu erfüllen.
Wir orientieren uns am besten an den Wünschen der Kinder, um bestimmte Phänomene zu der Zeit näher zu bringen, in welcher das Interesse am größten ist.
Abseits der biologischen Bereiche bieten sich die Rubriken der Chemie und Physik für Experimente an.
Es gibt sehr viele kleine und einfache Experimente, anhand derer wir unseren Kindern ansonsten schwer zu verdeutlichende Dinge, wie beispielsweise die Oberflächenspannung des Wassers, näherbringen können.
Bei einer anderen Art der Herangehensweise müssen Kinder aktiv Verantwortung übernehmen. So können Sie beispielsweise eine Pflanze züchten, die sie jeden Tag gießen müssen. Im Außenbereich nutzen wir dafür gern unser Kräuterbeet oder unser mobiles Hochbeet.
Ökologische Bildung – Leben im Einklang mit der Natur
Wir alle leben gemeinsam auf diesem Planeten und müssen versuchen, unseren Lebensraum zu erhalten. Was gibt es also Wichtigeres, als Kindern genau dies mit auf den Weg zu geben?
Um jedoch ein Verständnis für die Problematik der Überfischung, Brandrodung oder des drohenden Klimawandels zu bekommen, müssen Kinder die Natur zunächst erfahren. Gehen Sie daher bei jeder Jahreszeit vor die Tür und beobachten Sie gemeinsam, wann etwas wächst und gedeiht, zu welcher Jahreszeit sich die Blätter rot färben und wann sie schließlich abfallen.
Jede Jahreszeit bietet Ihnen die Gelegenheit, das Ökosystem des Waldes kennenzulernen. Gemeinsame Projekte, wie das Sammeln von Regenwasser, um damit einen eigenen Garten zu bewässern, faszinieren bereits Kleinkinder.
In nahezu jedem Bereich des täglichen Lebens lassen sich ökologische Bezüge herstellen, an die sich die Kindergartenkinder auch im späteren Leben noch halten sollen. Wir achten beispielsweise beim Abräumen des Tisches darauf, dass die Kinder ihren Müll trennen und nicht alles in einen Mülleimer werfen.
Ziel ist es eine plastikfreie Kita zu werden!
Medien – geliebt oder gehasst, aber nicht wegzudenken. Medien spielen für Kinder eine viel größere Rolle als dies noch eine Generation vorher der Fall war. Es besteht ein permanenter Zugang zum Internet. Viele Kinder daddeln bereits mit zwei oder drei Jahren am Smartphone der Eltern herum. Oftmals läuft der Fernseher und nicht wesentlich später folgt häufig die eigene Spielkonsole.
Wichtig ist daher, dass Kinder frühzeitig eine Medienkompetenz entwickeln. Es ist elementar, dass ein Kind ein Smartphone bedienen kann, den Computer mit der Maus steuern sowie sich durch das Fernsehprogramm zappen kann. Ebenso wichtig ist es allerdings, den Wahrheitsgehalt kritisch zu hinterfragen.
Es existieren diverse Lernapps und Wissenssammlungen, die Kinder zu Übungszwecken nutzen können. Wir wollen daher nicht auf den Einsatz moderner Medien verzichtet werden, um Kinder kindgerecht an die Materie heranzuführen.
Hierfür nutzen wir u.a. unsere Naumburger Bibliothek als Partner, die wunderbar mit dem Bus erreichbar ist. Die Einsteiger-freundliche Robo-Biene leihen wir aus. Diese kann sehr vielseitig eingesetzt werden. Hier in der Kita wollen wir Hörspiele kreieren und Slowmotion -Filme herstellen.
Spielen ist ein zentraler Bestandteil der Persönlichkeitsentwicklung und in diesem Zusammenhang ein hochkomplexer Vorgang. Die Bedeutung des Spielens liegt darin, sich selbstbestimmt mit sich selbst und/oder mit anderen auseinanderzusetzen, sich zu beschäftigen. Zweckfrei, dennoch sinnvoll und freiwillig, ohne unmittelbare Konsequenz. Es ist ein konkretes und aktives Handeln und ein Wechsel von Anspannung und Entspannung.
Das Spiel ist des Kindes „Arbeit“. Wenn also das Spiel des Kindes als die Hauptbeschäftigung gesehen wird, dann ist es nötig, dass Kinder auch entsprechende Spielbedingungen brauchen, um entsprechende Entwicklungsprozesse auf- und auszubauen. Grundsätzlich zählen zu den wesentlichen Spielbedingungen die Zeit, der Platz, das Materialien, die Mitspielerinnen, die Entscheidungsfreiheit und die Ruhe.
Das Kind spielt bereits in den ersten Lebensmonaten und unterstützt die kindliche Gehirnentwicklung. Es erkennt die Wirkung seines Tuns und wiederholt Handlungen gezielt und zeigt daran Freude.
Aus diesem Funktionsspiel entwickeln sich nach und nach die verschiedenen Spielarten, wie das Konstruktions- und Symbolspiel (Nachahmen von Realität), später das Rollenspiel und aus der Summe dann das Regelspiel. Die Spielformen entwickeln sich nacheinander und beeinflussen sich gegenseitig. Es entwickelt sich ein Verhältnis zur Umwelt, ihre Kompetenzen werden trainiert und ihre Bedürfnisse, Wünsche und Phantasien werden in die Gruppe nach und nach integriert.
Bei näherer Betrachtung erkennen wir, wie emotionsgeladen, phantasievoll und kreativ das ist.
Im Krippenalter wird das Spiel der Kinder vom Funktionsspiel mit und ohne Material bestimmt. Wir bieten dem Kind unterschiedliches Material an Form, Größe, Oberflächenbeschaffenheit und mit unterschiedlichen Funktionen an. So können sich beim Kind neue Fähigkeiten geistiger und körperlicher Art ausbilden.
Im Rollenspiel können die Kinder ihre „innere Welt“ gefahrenlos mit der „realen Welt“ vergleichen, weil für die die Szenen nur gespielt sind.
Voraussetzung für ein freies Spielen ist die Existenz einer Spielfähigkeit der Kinder, weil Spielhandlungen sonst nicht zu Stande kommen können. Kinder, die keine oder nur eine sehr eingeschränkte Spielfähigkeit besitzen, erleben eine Freispielzeit als Überforderung und wissen mit dieser ungeplanten Zeit wenig bis gar nichts anzufangen. Häufig fühlen sich Kinder dadurch veranlasst, motorisch aktiv zu sein (um der Aktivität willen) oder anderen Kindern mit unsozialen Verhaltensweisen gegenüber zu treten. Dies geschieht nicht aus einem eigenen Wollen heraus, sondern vielmehr aus dem Bedürfnis nach Stressreduktion. Spielfähige Kinder hingegen nehmen eine Freispielzeit gerne in Anspruch, um eigenen Spielideen nachzukommen, selbstständige Spielhandlungen aufzubauen, ausgewählte Spielmaterialien in ihren Spielablauf aufzunehmen und Spielerlebnisse damit zu genießen. Entscheidend ist also beim Freispiel die Ausgangssituation der Kinder. Das Freispiel darf daher weder zu einem starren Zeitfenster im Tagesverlauf von Kindern werden noch darf es dazu "missbraucht" werden, anzunehmen, Kinder lernen im Freispiel Selbstständigkeit und Verantwortungsbewusstsein.
Wir bieten alle unterschiedlichen Spielformen im Alltag an. Jedes Kind hat daher die Möglichkeit sich seiner momentanen Verfassung zu spielen.
Als Pädagogen sind wir Begleiter und beteiligen uns an der kindlichen Entwicklung und an den Bildungsprozessen der Kinder.
Die pädagogischen Fachkräfte gestalten mit ihren individuellen Persönlichkeiten und Kompetenzen die Atmosphäre in unserer Kita. Eine konstante, gleichbleibende, sichere und eindeutige Haltung sowie ein freundlicher Umgangston mit den Kindern, den Angehörigen des Kindes, den Kollegen und allen Besuchern unserer Einrichtung gegenüber, prägen unsere Arbeit.
Wir teilen uns mit den Erziehungsberechtigten die wertvolle und bedeutende Aufgabe das Kind in seiner Entwicklung zu begleiten und zu unterstützen. In unserer pädagogischen Arbeit steht das Kind mit seinen Wünschen, Interessen und Bedürfnissen im Vordergrund.
Wir pädagogische Fachkräfte stellen uns niemals über das Kind, sondern stehen immer hinter ihm. Wir beobachten, begleiten und beraten es. Uns ist wichtig, dass das Kind „Kind sein“ darf. Wir regen Entwicklungsprozesse an, damit das Kind für sich lernt, seine Bedürfnisse zu erkennen, zu benennen und diese einzufordern und gleichzeitig Verantwortung für das eigene Tun und Handeln zu übernehmen.
Aus den Beobachtungen erkennen wir den jeweiligen Entwicklungsstand des Kindes und knüpfen mit unseren pädagogischen Angeboten an diesem an. Einen sehr hohen Stellenwert in unserer Arbeit hat auch die Erziehungspartnerschaft mit den Familien.
Eine vertrauensvolle Bildungs- und Erziehungspartnerschaft zwischen unseren pädagogischen Fachkräften und den Familien unserer Kinder ist uns sehr wichtig, denn wir sehen die sorgeberechtigten Personen des Kindes als Experten an.
Unsere Beobachtungen bieten uns eine fundierte Grundlage für Entwicklungsgespräche mit den erziehungsberechtigten Personen. Dieser offene und ehrliche Austausch ist die Grundlage für eine konstruktive Arbeit zum Wohle des Kindes. Wichtig ist uns außerdem eine feste Bezugsperson für das Kind und seine Angehörigen zu sein. Unsere Rolle ist durch die gelebte Partizipation im gesamten Umfeld der Kita geprägt.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Fort- und Weiterbildung der Erzieher. Um den ständig wechselnden und neuen Erfahrungs- und Lebenswelten des Kindes gerecht zu werden, bildet sich unser Team in regelmäßigen Abständen weiter.
Wir pflegen vielfältige Kooperationen und Kontakt zu Schulen, Organisationen und Vereinen unserer Region, unserer Stadt, unserer Dorfgemeinschaft. Heimat- und Naturverbundenheit mit einem Quäntchen Moderne zeichnet unsere Arbeit aus.
Uns ist es wichtig, dass wir alle, Kinder, Eltern, Pädagogen, Träger, Öffentlichkeit, einen guten Weg des Miteinanders finden. Wir sehen in einem sozial kompetenten Umgang einen großen Schatz.
Unsere Aufgabe ist es, den Tagesablauf in der Kita am Bedarf des Kindes zu gestalten, um dem Kind ein bestmögliches Lernfeld zu bieten. Das Kind soll Zeit und Raum haben, eigene bedeutsame Erfahrungen zu sammeln und sich selbst zu erleben. Wir besprechen die Tagesplanung im Morgenkreis.
Bei aller Flexibilität haben wir einen festen Rahmen, der dem Tag Struktur verleiht und den Kindern Halt und Geborgenheit vermittelt.
In der Zeit von 6 Uhr bis 8 Uhr werden die meisten Kinder gebracht.
- Begrüßung der Kinder; Zeit für Tür- und Angelgespräche mit den Sorgeberechtigten
- Unterschiedliche Möglichkeiten für die Kinder den Tag zu beginnen ( Ausruhen oder Spielformen)
Ab ca. 8 Uhr nehmen die Kinder das Frühstück ein.
- Vor dem Essen Händewaschen.
- Während der Mahlzeiten achten wir auf Rituale (Tischspruch, Tischsitten) und eine gemütliche Atmosphäre bei Tisch.
- Nach dem Frühstück allgemeine Körperpflege.
Ab 8.45 Uhr Spielformen/ Lernangebote etc.
- Der Morgenkreis. Wer ist da? Angebote, die zur Wahl stehen vorstellen; Wichtiges besprechen
- Kinder wählen selbst ihre Aktivität aus oder setzen ihr begonnenes Spiel vom Morgen fort.
- Im Laufe des Vormittags führen die Erzieherinnen unterschiedliche Angebote ( wie Projektarbeit, Experimente, Sport etc.)
- Spielzeit endet mit einem gemeinsamen Obst- und Gemüsesnack und einer Trinkpause
Ca. 10 Uhr beginnt unser tägliches Spiel im Freien (Ausnahme bei Extremwetter)
Ca. 11 Uhr ist Mittagessenszeit
- Vor dem Essen Händewaschen.
- Tischdienst deckt den Tisch.
- Die Kinder essen in gemütlicher Atmosphäre.
- Nach dem Essen allgemeine Körperpflege und gemeinsames Zähne putzen.
- Abholen der Mittagskinder mit individuelle Verabschiedung, ggf. Gespräche mit Sorgeberechtigten.
- Vorbereitung zum Schlaf. Es werden Geschichten gelesen oder und leise beruhigende Musik vorgespielt.
Von ca. 12 Uhr bis 14 Uhr ist Mittagsruhe im Hause.
- Um Ruhe zu gewährleisten werden in dieser Zeit werden keine Kinder abgegeben.
- Nach dem Aufstehen steht die allgemeine Körperpflege an
- Vesperzeit
- allgemeine Spielzeit drinnen oder und draußen; Aufräumen etc.
- Individuelle Verabschiedung mit dem Angebot zum Tür- und Angelgespräch.
Viele Elemente der Tagesgestaltung wie die Begrüßung und Verabschiedung, Mahlzeiten, Ruhephasen sind Rituale, kehren also immer wieder. Diese Situationen finden in gleicher Reihenfolge statt und gestalten den Tag für die Kinder vorhersehbar. Es entsteht für die Kinder ein Gefühl für Zeit; Sie lernen zu planen.